Sie sind 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr erreichbar. Klingelt das Telefon bei der Notrufzentrale, weiß der Mitarbeiter nie, was ihn erwartet: Ist es eine verzweifelte Person, die im Aufzug feststeckt und Panik bekommt, die Meldung einer Alarmanlage oder ein Aufzugsmonteur, der das Notrufsystem testet?

„Sie sind verbunden mit der Servicezentrale. Sie werden gleich mit einem unserer Mitarbeiter verbunden“, ertönt die automatische Ansage der Notrufzentrale. Wenn man im Aufzug auf den Notrufknopf drückt, wird man entweder mit dem Aufzugsbetreiber oder Hausmeister des Gebäudes oder aber auch in vielen Fällen mit einer Notrufzentrale verbunden.  Nur wenige Sekunden später meldet sich ein Mitarbeiter: „Der Notruf wurde getätigt, benötigen Sie Hilfe?“

Notrufzentrale rund um die Uhr verfügbar

Aufzugsbetreiber können selbst bestimmen, ob bei ihrem Notrufsystem eine eigene Telefonnummer, beispielsweise die des Betreibers oder des Haustechnikers, oder die Nummer einer Serviceleitstelle hinterlegt werden soll. In jedem Fall ist sicher zu stellen, dass rund um die Uhr jemand für eingeschlossene Aufzugnutzer erreichbar ist. Die Notrufstelle ist 24/7 besetzt und bearbeitet alle Meldungen schnell und routiniert. Es ist Pflicht für Notrufzentralen, sämtliche Vorgänge und eingeleitete Maßnahmen lückenlos mit Datum und Uhrzeit zu dokumentieren.

Individuell abgestimmte Maßnahmen

Dabei verwaltet unsere Leitstelle nicht nur Aufzugnotrufe, sondern beispielsweise auch Alarmanlagen. Ein Großteil der Arbeit besteht für die Mitarbeiter darin, Testanrufe zu beantworten oder Fehlalarme nachzuverfolgen. Kommt es tatsächlich zu einem Notfall, veranlassen die Mitarbeiter sofort die entsprechenden Maßnahmen. Im Falle eines Notrufs aus dem Aufzug werden unsere Interventionspartner umgehend informiert. Dabei können wir auf ein deutschlandweites, dichtes Netz aus Partnern zurückgreifen, sodass im Ernstfall schnell Hilfe vor Ort sein kann.

Damit die Meldungen störungsfrei übertragen werden, muss die Alarmempfangsstelle einige Mindestanforderungen erfüllen, die in der Norm DIN EN 50518 aufgeführt sind. Die Notrufzentrale muss auf eine Notstromversorgung zurückgreifen können, um auch bei Stromausfall voll funktionsfähig zu sein. Außerdem muss durch bauliche Vorkehrungen verhindert werden, dass sich Unberechtigte Zutritt zur Notrufzentrale verschaffen können. Die technischen Anforderungen der DIN EN 50518 legen die sichere Datenspeicherung und -aufzeichnung fest.

Mitarbeiter der Notrufzentrale sind psychologisch geschult

Die Arbeit in der Notrufzentrale verlangt Fingerspitzengefühl. Manche Menschen werden panisch, wenn sie im Aufzug feststecken und müssen von den psychologisch geschulten Mitarbeitern beruhigt werden. Außerdem ist schnelles Handeln zentral, um die Aufzugnutzer möglichst rasch zu befreien. Dabei gilt es abzuwägen, ob festgelegte Kontaktpersonen, Interventionspartner, die Feuerwehr oder sogar der Rettungsdienst verständigt werden müssen.

Ein großer Vorteil unserer Serviceleitstelle ist, dass hier alle gängigen Aufzugnotrufsysteme aufgeschaltet werden können. Diese Unabhängigkeit vom Hersteller erweist sich als sehr praktisch. Darüber hinaus kann die Notrufzentrale alle gängigen Protokolle empfangen und verarbeiten, was auch für die Protokollierung des Routinerufs notwendig ist.

Warum eine dauerhaft erreichbare Notrufzentrale für ein entspanntes Gefühl beim Aufzugfahren sorgt, lesen Sie auch in unserem Blogbeitrag aus der Perspektive der Aufzugnutzer.